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ST.ANGER-DREH IM KNAST! | 30.04.03
Metallica werden heute (30.4.) mit dem Video Dreh zum Titeltrack von St. Anger beginnen. Als Location haben sich
die Jungs das Staatsgefängnis von San Quentin ausgesucht.
Der Clip wird von den Malloy Brothers gefilmt, die auch schon mit den Foo Fighters und 311 gearbeitet haben.
Als Gegenleistung für die Nutzung des Gefängnis spielen Metallica morgen ein kurzes Set für die Knast-Brüder.
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VIDEO DREH ZU ST.ANGER! | 29.04.03
Metallica werdem demnächst an einem bisher noch unbekannten Ort ein Video zur ersten Single von St.Anger drehen.
Als erste Auskopplung vom Album ist der Titeltrack St.Anger geplant. Der Song wird dafür auf eine radiotaugliche
Länge gekürzt. Nach Angaben von Mercury Europe wird die erste Single nicht vorm Album Release veröffentlicht.
In Deutschland erscheint St.Anger wegen Pfingstmontag erst am 10.Juni (wie in Amerika).
Metallica starten ihre Welttournee am 6. Juni in Deutschland beim Rock im Park Festival und ziehen denn weiter
durch Europa bis sie im Sommer in Nordamerika ihre Summer Sanitarium Tour starten. Im späten August ziehen Metallica
denn weiter nach Süd Amerika, Asien und Australien. Eine komplette Headliner Tour in Europa ist für Februar/März 2004
geplant.
Am 27. Mai findet in Stockholm (Schweden) eine Release Party zu St.Anger statt. Metallica Frontman James Hetfield und
Gitarrist Kirk Hammett werden auch zugegen sein. Die Party ist allerdings nicht für die Öffentlichkeit geöffnet.
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HEADBANGER'S BALL + MTV ICON KÜNSTLER | 28.04.03
In den USA haben die Jungs von MTV die Zeichen der Zeit erkannt und den Headbanger's Ballroom wieder auf Sendung
gebracht. Am 10. Mai wird die erste Sendung ausgestrahlt und Metallica werden die komplette Show moderieren. Der
Headbangers Ballroom war bis Mitte der Neunziger so ziemlich die einzige Metal Sendung, die im Musikfernsehen
ausgestrahlt wurde. Da kann man nur hoffen das auch MTV Deutschland demnächst mal ausm Koma erwacht.
Ausserdem hat MTV nun sämtliche Künstler bekannt gegeben, die dieses Wochenende beim MTV:Icon, Metallica ihr Tribut
zollen werden. Korn, Limp Bizkit, Sum 41 und Avril Lavigne werden bei dem Event Metallica Songs live performen.
Mitglieder von Aerosmith, Staind, Linkin Park und Blink-182 werden genauso wie Lisa Marie Presley, Lara Flynn Boyle,
Slash, Sean Penn und Jim Breuer, Michelle Branch, Rob Zombie und Mitglieder von Puddle of Mudd, erzählen in welcher
Weise sie von Metallica beeinflusst oder inspiriert wurden. In Deutschland wird die Show vorraussichtlich erst am 29.
Mai ausgestrahlt. Wir halten euch auf dem laufendem.
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PROMO SHOWS IN FRANKREICH! | 25.04.03
Metallica kommen am 11. Juni für 3 Promo Shows nach Paris. Das heißt die Jungs spielen an einem Tag 3 Konzerte.
Karten dafür können nur über den Metallica Club bestellt werden.
Vom 18.-22. Mai spielen Metallica 4 Konzerte in San Francisco im berühmten Fillmore Theater. Die Konzerte sind
Eintrittsfrei. Karten gibt es aber auch hier nur über den Metallica Club. Hier
erfahrt ihr wie ihr dem Club
beitreten könnt.
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ST.ANGER REVIEW VON AMAR | 25.04.03
Heute fand in der Schweiz im Hauptquartier von Universal eine St. Anger Pre-Listening Session statt. Neben Vertretern
von Plattenfirmen und Medien hatte auch unser treuer Metcamp Besucher Amar das Glück in die neue Scheibe reinzuhören:
Ich war heute in Zürich bei UNIVERSAL-SWITZERLAND bei einer St.Anger LISTENING SESSION. Nach einem kurzen Film über
Metallica den man auch bei St.Anger.de anschauen kann ging es schon los. Man versicherte uns es wird FUCKI'N HARD
AND BRUTAL. Der erste Song Frantic Hämmert aus den Boxen bei einer brutalen Lautstärke. Nach diesem brutalen Opener
waren alle Leute erstaunt fassungslos und schockiert zugleich. 'TALLICA ARE BACK. Dannach kam St.Anger Der Tittelsong
der für mich im Moment der beste der Platte ist. Es ist schwer dieses Album zu beschreiben. Man muss es einfach hören.
Da es ohne Pause verlief konnte man einfach nichts wirklich verarbeiten. Diese Songs sind wahre MONSTER mit 1000
Riffs brutalen Doublebassattacken und einem Durcheinander. Es gibt mehrere cleane Parts in denen Jaymz und Kirk
Melodien spielen die einen einfach umhauen. Es git eine Menge Tempowechsel bei denen man total den überblick
verliert. Die Gitarren sind bis in den Keller runtergestimmt und es gibt keine Soli. Zuerst dachte ich das ich
Kirk's Soli vermissen werde aber die Songs sind so aufgebaut das sie auch ohne Soli perfekt sind. (Keine Angst
es hört sich dadurch nicht nach NU-METAL an.)
Es gibt ein paar Sachen die sich wie ein Solo anhören aber eben anders. Da sind ein Haufen Melodien im
Hintergrund die man hört. Jaymz und Kirk haben wirklich coole Riffs und Melodien erfunden. Jaymz ist besser
als jemals zuvor. Er singt agressiv, brutal und melodiös besser den je. Some Kind of Monster ist soweit ich
mich im Moment erinnere der komplexeste Song und in All Within My Hands am schluss des Songs und auch des
Albums brüllt und schreit Jaymz 1000 mal KILL KILL KILL KILL... mit abwechselder Stimme ins Mikro. Der Sound
ist total rauh. Wenn man die Augen schliest hört es sich an als währe man im Proberaum der Jungs.
Wie gesagt im Moment bin ich noch unter Schock und kann mich nicht so genau erinnern und will
keinen Mist erzählen. Aber im neuen HAMMER habt ihr fünf Songbeschreibungen und auf Allmetallica.com das
ganze Album (auf Englisch). Metallica haben etwas völlig neues erschaffen das sich nach nichts anhört das
sie bis jetzt gemacht haben. Es sind im theoretischen Sinne Elemente von den alten sachen da (die Tompowechsel)
aber es ist etwas völlig neues. Für mich ist St.Anger das beste das ich je gehört habe. Ich zumindest habe noch
nie so was gehört, es ist einfach der Hammer. Metallica Fans werden St.Anger lieben und Die die Metallica hassen
werden sie noch mehr hassen weil sie die beste Band auf diesem Planeten sind.
THE HORSEMEN ARE BACK, A STORM IS COMING!!!
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ST.ANGER COVER ART | 17.04.03
Metallica haben auf ihrer Homepage bereits das Cover zu St.Anger sowie das neue Logo vorgestellt. Das Artwork
wurde von Pushead entworfen, der bereits in den 80ern & 90ern die ein oder andere Grafik für Metallica gezeichnet hat.
Das Cover soll evtl. in 3 oder 4 verschiedenen Farben erhältlich sein. Sobald das endgültige Cover veröffentlicht
wird, sag ich euch bescheid. Hier erstmal die bisherigen Grafiken... zu den Grafiken
Weitere Informationen zu St. Anger findet ihr auf der neuen offiziellen St. Anger Promo-Seite von Universal...
st-anger.de
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MTV REZENSION ÜBER ST.ANGER | 17.04.03
Auf ihrem kommenden Album St. Anger sind Metallica umgezogen, um in der Vergangenheit zu leben - und die Chancen stehe
nicht schlecht, um die Fans damit rundum glücklich zu machen !
Vergangenheit sind nun die Radio-Balladen, direkten Rockhymnen, Harfen-beladenen Exorzismen und Alternative-Rock
Experimente die vielen Fans über die letzten Jahre im Halse stecken blieb. Auf St. Anger lässt die Band ihre primäre
Power wiederauferstehen: Die Musikalische Maßlosigkeit, Whiplash-mäßigen Tempi und rotäugige Tobsucht ihrer ersten
drei (3) Alben Kill em All (83), Ride the Lightning (84) und Master Of Puppets (86)
Die letzten beiden Studioplatten der Band - Load (96) und Reload (97) - wurden in einer zeit gechrieben, als
Grunge und Alternative-Rock noch verbreitet waren, und beide waren durchzogen von Southern-Boogie-Groove,
Country-Rock Strukturen, bluesige Experimente und melodischen Balladen, mit gleichzeitiger Entsagung von der
Kraft, dem Markenzeichen Metallicas, die Metallica zur weltweit herausragenden Metalband machte.
Seitdem waren die Bandmitglieder nicht sehr produktiv. Sie tourten, veröffentlichten das B-Seiten und Coveralbum
Garage Inc. und eine Live Doppel-CD mit der Unterstützung des San Francisco Symphony Orchesters, S&M.
Aber es gab sehr wenig neues Material, da Metallica mehr Zeit in Gerichtssälen als im Studio verbrachte,
Prozesse gegen Firmen führte, die das Markenzeichen Metallica missbrauchten, eingeschlossen sind das File-Sharing
Programm Napster, Victoria Secret, eine Smokingfirma und eine Reifenfirma. Metallica gewannen ihre legalen Schlachten,
aber ihre Vehmenz in diesen Sachen machte sie in mancherlei Augen gierig. Gekrönt wurde das ganze mit dem Abgang des
langjährigen Bassisten Jason Newsted im Januar 2001 und Frontman´s James Hetfield Aufenthalt in der Entzugsklinik -
es sah so aus, als wären die Meister des Metals vom Weg abgekommen.
Mit St. Anger haben Metallica nun ihr Dasein wieder stark bekräftigt und den Heavy-Metal Thron wieder eingenommen,
und das in einer Zeit, in der Knochen-brechender Rock stagniert. Alle 11 Songs auf St. Anger sind brutal und
kompromisslos, mit Double-Bass Drumming, Hardcore Attacken, tösenden Gitarren und vielen Rhytmus- und Tempowechseln.
Die meisten Songs sind mindestens 7 Minuten lang; ihr liegt richtig, wenn ihr denkt, die Jungs würden das zu einem
Höhepunkt aufbauen, sie wechslen in einen komplett neuen Rhytmus. Nicht ein Song beinhaltet ein Gitarrensolo,
dennoch herrscht keinerlei Mangel an benommen machender, akustischer Feuerkraft.
Gleichzeitg vereinigen Metallica zahlreiche umherfliegende Melodien und beschäftigende "Vocal-Harmonies" zwischen
zermalmenden Grooves und hektischen Stakkato-Rhytmen. "Shoot me Again" vermischt "Alice in Chains"-Athmosphären mit
rasendem, klopfendem Grind und "Dirty Window" schwankt zwischen einem erneuten Speed-Feuersturm-Rhytmus und einer
strukturellen, unverzerrten Passage, die ein klein wenig an Tom Waits erinnert.
Über das ganze Album hinweg klingt Hetfield wie besessen vor Raserei und am Rande des Wahnsinns, wenn er über
den Horror des Verneinens schimpft, dem Schmerz von Selbstzweifeln und seinem Verlangen nach Kontrolle. Viele
seiner Lyrics scheinen sich mit den Kämpfen mit der Flasche und den Drogen zu widmen. Auf dem Tornado-wirbelnden
Opener "Frantic" schreit er: "My Lifestyle determines my Death Style" und auf "Sweet Amber", einem Track, der von
Stop-Start Rhytmen und matschigen Gitarren angetrieben wird, heult er "She Deals in habits/ Deals in Pain/ Run away,
then I´m Back Again."
Bob Rock´s Produktion des Album passt sich dem verzweifelten, intensiven Gefühl des Albums an. Der Mann,
der Metallica solch einen kommerziellen Schein auf ihre erfolgreichste Platte "Metallica" (91) gab, hält die
Dinge schmutzig und rauh. Die CD fängt nicht nur die Dringlichkeit ein, unter der dieses Album fertiggestellt
werden musste, es hört sich manchmal so an, als ob das Werk in einer riesigen Jam-Session in einer Garage
entstanden wäre. Die Drums haben einen blechernen Sound, die Gitaren ein bösartiges Echo und manchmal klingt
Hetfields Stimme ein wenig ungeschliffen.
Als Metallica an "St. Anger" arbeiteten, fühlten sie deutlich, dass sie sich irgendetwas zu beweisen hatten.
"I hurt inside/ Hide inside, but I´ll Show You" singt Hetfield in "Invisible." Diese Überzeugung sorgt für
einen Ansporn - wie es Hetfield so deutlich auf "All Within my hands" vorgibt: "Kill, Kill,Kill, Kill Kill"
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METALLICA IM NEUEN HAMMER!!! | 15.04.03
Ich hab gerade Post aus der Hammer-Redaktion bekommen. Der nächste Hammer wird sich in einem 8-Seiten Special
ausführlich mit der neuen Metallica Platte beschäftigen:
Es dürfte wenige Platten geben, auf die Metal-Fans dieses Jahr mit mehr Neugierde warten als ST. ANGER von den
Genre-Anführern METALLICA. Am 10. Juni ist Stichtag.
HAMMER besuchte die Band vorab in ihrem Hauptquartier bei San Francisco und hörte exklusiv fünf Songs von
ST. ANGER. Ab 24. April könnt ihr in der neuen Ausgabe auf fetten acht Seiten "Die brutale Wahrheit" lesen -
etwa über das neue Album, das laut unserer Hörprobe "zu den aggressivsten, schnellsten und härtesten Kompositionen
zählt, die jemals unter dem Banner von Metallica entstanden".
Wer hätte das gedacht? Alle, die die Band nach LOAD und RELOAD in Pension schicken wollten, werden sich wundern,
denn ruhige Momente sind rar gesät: 'Frantic' lässt an Meshuggah samt Hardcore-Schlagzeug und Riff-Chaos denken,
bei 'St. Anger' dominiert eine gnadenlose Double Bass-Attacke nach der anderen, zumal Schlagwerker Lars Ulrich hier
hart an der Blast Beats-Grenze operiert. In 'My World' betreibt Hetfield lyrische Seelenreinigung zu einem
"wundervoll groovenden Thrash-Song", während 'Some Kind Of Monster' hält, was sein Titel verspricht: komplexe
Strukturen, Schlagzeug-Scharmützel und Riffs zwischen Pantera, 'Dyer's Eve' und rüdem Punk Rock. 'All Within My
Hands' schließlich "schlägt Haken wie ein Hase auf der Flucht". HAMMER-Chefredakteur Thorsten Zahn urteilt geplättet:
"Eine Achterbahnfahrt ist ein Mittagsschläfchen dagegen, ein Flugzeugabsturz eine angenehme Nackenmassage."
HAMMER sprach mit Metallica über diesen ebenso unkontrollierten wie überraschenden Wutausbruch, Hetfields Kampf
mit der Sucht, die ihn zu einem anderen Menschen machte und Metallica zu neuer Stärke finden ließ. Lest über den
neuen Bassisten Rob Trujillo, der ungeahnten kreativen Freiheit im Studio und Metallicas Umgang mit der
Erwartungshaltung der Fans und Geschäftspartner. Seht dazu exklusive Fotos aus dem Metallica-Hauptquartier,
neue Bilder von der gesamten Band und erfahrt, was Produzent und Bob Rock zu seinen Jungs und ST.ANGER zu
sagen hat.
Der neue HAMMER mit acht Seiten Metallica, direkt aus dem Allerheiligsten der Band. Am 24. April
im Kiosk eures Vertrauens!
Christof Leim
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HETFIELD INTERVIEW IN DER WHZ | 10.04.03
Interview aus der Weinheimer Zeitung mit James Hetfield von METALLICA, der für "Rock am Ring" eine Rückkehr zu
den Metal- Wurzeln verspricht:
WHZ:
Euer Hauptquartier dürfte der Traum jedes Musikers sein...
James Hetfield:
Stimmt. Und ich hätte nie gedacht, dass wir irgendwann unser eigenes Studio besitzen würden. Schließlich
haben wir darüber jahrelang Witze gerissen. Eben nach dem Moto: “Viel zu teuer. Wir mieten uns einfach was.“
Aber spätestens als das fünfte Album eines ganzen Jahres dauerte, hätten wir gleich drei Studios kaufen können.
Von daher machte es Sinn, diese Ausgabe zutätigen, und wir proben hier ja auch schon seit vier Jahren.
WHZ:
Und ihr habt euch ja auch wirklich prächtig eingerichtet…
James Hetfield:
Stimmt, wir mussten einiges umbauen. Was das für ein Luxus ist, wurde uns erst neulich wieder bewusst, als
wir eine Bustour mit Fans unternahmen und ihnen die historischen Metallica – Lokalitäten zeigten. Dabei kamen
wir an dem Haus vorbei, das Lars und ich mal gemietet hatten. In der Garage entstanden große Teile von Frühwerken
wie „Ride The Lightning“ und „Master of Puppets“ – der Raum war so groß wie eine Abstellkammer. Man wollte sie
abreißen, und wir sagten uns: „Lass uns die Garage kaufen und hier im Studio wieder aufbauen.“ Das klingt jetzt
vielleicht ein bisschen verrückt, zeigt aber den Kontrast zwischen damals und heute. Schließlich spielen wir
immer noch dieselbe Musik, aber unter anderen Bedingungen.
WHZ:
Ist das überhaupt möglich? Kann man den Reichtum und das fortschreitende Alter einfach so ausblenden und
immer noch denselben harten Stiefel spielen, wie früher?
James Hetfield:
Also, du kannst schon vor dem fortlaufen, was in dir vorgeht, aber irgendwann holt es dich wieder
ein. Und das hier ist zwar purer Luxus – aber genauso haben wir früher die Garage empfunden. Und sei
es nur, weil wir sie mit fünf Schichten Teppich ausgelegt hatten. Nicht, dass das neue, schöne Teppiche waren…
WHZ:
San Rafael ist ein ruhiger, beschaulicher Ort unweit von San Fransisco. Die Heimat aller Metallicas?
James Hetfield:
Wir wohnen in unmittelbarer Nähe und haben höchstens 30 Minuten Anfahrt. Und wir versuchen, diesen Ort genauso
geheim wie interessant zuhalten. Das ist mir das Wichtigste. Nicht, dass wir keine Security hätten, aber es ist
eben nicht wie bei Bon Jovi, der von 30 kreischenden Teenagern empfangen wird.
WHZ:
Und wann verwandelt Ihr San Rafael in „St. Anger“? Ist es nicht unmöglich, an so einem entspannten
Ort so wütend zu sein?
James Hetfield:
Nicht wirklich. Sobald wir anfangen, tiefer in unseren Köpfen zu wühlen, kommt dabei viel Mist zum
Vorschein. Das ist schon bemerkenswert. Eben viele Sachen aus der Vergangenheit, viele Probleme untereinander
und auch pure Wut. Weißt du, es gab Zeiten, da hatte ich echt Angst, dass ich zu aggressiv werde und einfach
jemanden töten könnte. Eben, weil ich es nicht geschafft habe, mich mit meiner wütenden Seite auseinander zu
setzen und sie zu verarbeiten.
WHZ:
Gibt es da Beispiele?
James Hetfield:
Ich habe Lars einmal angeschrieen und dabei nur fünf Zentimeter vor ihm gestanden. Kirk meinte: „Hör endlich
auf rumzubrüllen.“ Ich fragte mich: “Was sagt er da? Ich schreie doch gar nicht.“ Das ist einfach so passiert –
ich hatte richtige Blackouts. Einfach nur davon, dass ich in diese Stimmung gekommen bin. Wut war ein richtig
großes Ding. Und das Album „St. Anger“ setzt sich auf eine gesunde, positive Weise mit ihr auseinander. Eben,
in dem man sie in der Musik rauslässt.
WHZ:
Aber auf den letzten Platten herrschte doch weniger Wut, als vielmehr einfach fast schon bluesige Melancholie?
James Hetfield:
Sie waren definitiv sehr bluesig. Andererseits aber auch rebellisch. Zum Beispiel unter dem Aspekt, dass
wir darauf nicht sonderlich kompliziert sein mussten. Wir wollten etwas ganz Einfaches machen, während
diese Platte ja wieder sehr komplex ausfällt. Eben mit vielen unterschiedlichen Parts und zahlreichen
Tempo-Wechseln.
WHZ:
Wieso kehrt ihr zu dem kompromisslosen Sound der frühen Achtziger zurück ?
James Hetfield:
Nun, wir haben 18 Monate lang einfach so drafulosgeschriben ohne eine bestimmte Richtung zu haben.
In dieser Zeit entstanden einige großartige Songs, die mit Sicherheit irgendwann veröffentlicht werden,
sie laufen unter dem Namen "DIE PRESIDIO TAPES". Aber das eigentliche Songwriting begann, als Lars seine
Double-Bass bekam. Und es fühlte sich wirklich verdammt gut an. Ich steurte ein schnelles Riff dazu bei,
und von dem Zeitpunkt an begann das eigentliche Songwriting.
WHZ:
Aber das Album beinhaltet auch eine Menge wilder Gitarren !
James Hetfield:
Kirk ist der König abgefahrener Soundspielereien und es ist sein Verdienst, dass die Songs eigentlich
keine Soli brauchen. Die Songs haben so viel Energie, wir packten mehr und mehr rein, wie ein Album,
dass zu einem Song verschmilzt ! Und dieses ausser-Kontrolle-sein-Ding macht eine Menge Spaß. Du weißt nie,
was als nächstes kommt, du meinst, der Song ist vorbei und schon geht es weiter mit einem neuen Riff. Sicher,
einige Songs sind sehr direkt auf eine Art, aber in meinen Ohren hören sie sich einfach verdammt gut an.
WHZ:
Seid ihr nicht schon zu lange im Mainstream, um noch in der Lage zu sein, solche Extreme auszureizen ?
James Hetfield:
Ich meine, in der Zwischenzeit sind wir sehr gut geworden, Dinge zu überdenken - und dann gibt es wieder Momente,
in denen wir gar nicht denken. Doch wir versuchten, den Mittelweg zu finden. Es gab Momente, in denen wir dachten:
Können wir wirklich ein Album machen, dass eine Heavyness beinhaltet, die absolut bestraft ? In allen 11 Songs ?
Und eines Tages hörten wir auf, darüber nachzudenken und schrieben einfach Songs, und je brutaler sie waren, desto
besser war es.
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STUDIO ARBEITEN ZU ST. ANGER BEENDET + TRACKLIST | 09.04.03
Metallica haben nun offiziell ihre Arbeiten zu St. Anger beendet. Das Album wird insgesamt 11 Songs mit einer
Gesamtlaufzeit von über 75 Minuten enhalten und kommt zusammen mit einer Bonus-DVD auf der alle Songs nochmal
in Live Atmosphäre zu geniessen sind! Erscheinen wird die Platte in Europa bereits am 9. Juni (In Amerika am 10.6.).
Der Bass auf dem Album wurde zum größten Teil von Bob Rock eingespielt. Robert Trujillo wird nur im Bonus Material zu
hören sein. Die Jungs haben aber schon rausgerückt, dass ein weiteres Album mit Rob geplant ist! Das Artwork der Platte
ist in Arbeit und wird demnächst veröffentlicht. Hier ist die komplette Tracklist:
Frantic
St. Anger
Some Kind of Monster
Dirty Window
Invisible Kid
My World
Shoot Me Again
Sweet Amber
Unnamed Feeling
Purify
All Within My Hands
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