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ULRICH ÜBER DIE NEUEN SONGS! | 21.01.2007
Metallica Drummer Lars Ulrich hat sich kürzlich gegenüber dem Revolver Magazin zum Aufnahmeprozess des neuen Albums
geäußert, welches voraussichtlich Ende des Jahres über Warner Bros. Records erscheinen wird.
"Es ist schön ins Studio zu gehen und nicht die ganzen Kameras in seinem Gesicht zu haben und stundenlang über seine
Gefühle von letzter Nacht zu reden.", berichtet Ulrich in Anspielung auf die Aufnahmesession zu St. Anger. "Wir haben das alles
hinter uns gelassen. Mittlerweile kommen wir alle gut miteinander klar. Es bringt Spaß ins Studio zu gehen. Eigentlich ist es
sogar eine Sache auf die man sich richtig freut."
Ulrich vergleicht den derzeit stattfindenden Aufnahmeprozess sogar mit den Aufnahmen in den frühen Achtzigern:
"Es ist so, dass James und Ich ein paar Riff-Tapes durcharbeiten, davon die besten Riffs raussuchen und darum dann einen
Song bauen. Es sind 2 verschiedene Prozesse - ein Songwriting Prozess und ein Aufnahmeprozess. St. Anger war ein Experiment,
bei dem wir beides zur gleichen Zeit gemacht haben. Aber so wie jetzt, haben wir es auch ganz früher schon gemacht. Rick
Rubin möchte nicht anfangen mit uns aufzunehmen, bevor die Songs nicht so dicht an 100% sind wie wir es irgendwie
hinkriegen."
Die Band hat derzeit ungefähr 25 neue Songs geschrieben, ein großer Pool, der laut Ulrich beim jammen während der letzten
Tour entstanden ist. Nun soll die finale Tracklist auf 12 bis 14 Stücke gekürzt werden:
"Die Menge an neuem Material ist ein bisschen überwältigend, also versuchen wir so selbstkritisch wie möglich zu sein.
Es ist gut Rick dabei zu haben, weil er keine Vergangenheit mit uns hat. Er sagt uns ganz klar:
"Das ist gut" oder "Das ist nicht so gut". Ich glaube nach 15 Jahren mit Bob Rock war es einfach an der Zeit das Rad neu zu
erfinden. Ich glaube mit Bob sind wir irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem wir uns zu gut kannten. Wir
brauchten eine neue Dynamik."
Das gesamte Interview mit Lars könnt ihr auf der Website des Revolver Magazins unter www.revolvermag.com
nachlesen!
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KERRY KING LÄSTERT ÜBER DAS "SINKENDE SCHIFF" METALLICA! | 21.01.2007
Los Angeles (ebi) - Slayer-Klampfer Kerry King äußerte im US-Online-Magazin Aznightbuzz.com sein Befremden über Rick
Rubins Zusammenarbeit mit Metallica. "Ich bin überrascht, dass er die nächste Metallica-Scheibe produziert, denn ich
weiß nicht, wie er dieses sinkende Schiff retten will", giftet King in Richtung Metallica. Der Top-Produzent arbeitete
mit Slayer in den vergangenen zwei Jahrzehnten schon mehrfach zusammen.
In den Interview-Snippets schwadroniert King auch über andere Themen. So bekommt etwa US-Präsident George Bush mal wieder
sein Fett ab. "Ich verstehe zwar nichts von Politik, und das ist auch gut so. Aber dass die ganze Welt über ihn lacht, das
weiß ich", betonte King. Und der Todestag des Pantera-Klampfers Dimebag Darrell am 8. Dezember werde mit Sicherheit von nun
an als "Drunk Day" enden.
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LARS IM INTERVIEW MIT MIKE PORTNOY | 21.01.2007
Dream Theaters Schießbudenmeister, Mike Portnoy, hat vor einiger Zeit ein kurzes Telefon-Interview mit seinem Kollegen Lars
Ulrich geführt und dabei ein bisschen was über die Arbeiten zum neuem Album in Erfahrung bringen können. Hier ein Ausschnitt:
Mike Portnoy: Wie entwickelt dich die neue Platte so?
Lars Ulrich: Bisher ist es eine Menge Spaß. Es gibt keine Filmcrews, da ist kein Psychater in der Nähe und auch kein Produzent. Es sind
einfach nur wir 4. Wir sitzen rum, schreiben Songs, schwitzen und haben Spaß. Rick Rubin guckt ab und zu mal vorbei,
hört sich unsere Sachen an und wirft uns seine Ideen entgegen. Wir haben dieses ProTools System mit auf Tour genommen und
jeden Tag vor den Konzerten im Tuning Room gejammt. Also arbeiten wir hauptsächlich an den Ideen, die dabei entstanden sind.
Wir haben jetzt 25 Songs zusammen und Rick kommt die Tage vorbei, weil wir mit den Aufnahmen beginnen wollen.
Mike Portnoy: Wie ist es nach 15 Jahren zum ersten mal mit einem neuen Produzenten zu arbeiten?
Lars Ulrich: Es ist eine komplett neue Energie da, ein ganz neuer Vibe, nach unseren 5 Platten und 15 großartige Jahren mit
Bob Rock. Der Typ wird immer ein Mitglied der Metallica Familie bleiben, aber wir mussten einfach was neues ausprobieren.
Rick ist jemand der immer das Ganze im Fokus hat. Er ist niemand der sich lange an einem double chorus hier oder
2,3 weiteren Effekten da aufhält. Er geht mehr in die "Schaltet die ProTools aus und spielt einfach" Richtung. Bisher hat
er uns dazu angetrieben härter zu arbeiten, ein bisschen mehr zu schwitzen und uns selbst stärker zu pushen.
Mike Portnoy: Also habt ihr bisher nur geschrieben und noch garnichts ausfgenommen? Auch noch keine Drums auf Band?
Lars Ulrich: Wir hatten in etwa 30 bis 40 Stunden Riffs, Ideen und Jams auf Band und haben uns versprochen, dass
wir das alles erstmal durchgehen. Wir sind jetzt bei 25 Songs, die daraus entstanden sind und wollen das auf die Besten
reduzieren. Du musst wissen, dass wir noch 3 Wochen in Südafrika waren, 6 Wochen in Europa gespielt haben und Rob sein
Kind bekommen hat.
Mike Portnoy: Das ist Old-School. Led Zeppelin haben ein bisschen aufgenommen, sind auf Tour gegangen und haben weiter
gemacht...
Lars Ulrich: Das war nicht wie das Black Album mit 16-Stunden Tagen über 3 Monate hinweg. Wir sind getourt, Kirk hat noch ein
Baby bekommen und wenn es dadurch alles ein bisschen länger dauert, haben wir kein Problem damit.
Mike Portnoy: Da sitzen wir im gleichen Boot, weil wir uns auch für ein paar Monate ins Studio geschlossen haben
und anfang des Jahres wieder ein paar Gigs spielen wollen. Wir nehmen uns unsere Zeit - der Gitarrist und ich waren letztens auf der
G3 Tour und nächsten Monat ziehen wir nochmal durch Australien.
Lars Ulrich: Genau, ich hab auch nicht die Ausdauer für 9 Monate im Studio zu sitzen und dann 18 Monate zu touren - diese
Sache wo einfach alles ans Limit gepusht wird...
Mike Portnoy: Mir hat es gefallen, dass ihr auf St. Anger mit längeren, heftigeren Songs, wieder eine eher unorthodoxe
Richtung eingeschlagen habt. Es hat mich stark an die älteren Sachen erinnert. Setzt das neue Material da wieder an oder
wird es mehr geradeaus?
Lars Ulrich: Wenn ich mir St. Anger jetzt angucke, muss ich sagen, dass es ganz klar ein Experiment war, eine Reaktion auf
20 Jahre, in denen man Dinge auf eine bestimmte Art und Weise gemacht hat. Es war mehr so: "Leute, komm wir setzen uns jetzt
zusammen, schmeißen unsere Ideen in den Raum und nehmen diese Momente auf." Ich glaube da war eine großartige Energie da.
Der Nachteil an der Sache war natürlich, dass wir zu viel mit ProTools gearbeitet haben. Die neuen Songs sind ein
bisschen länger und kniffiger. Unser Zusammenspiel ist organischer, Kirk spielt wieder Solos und es nicht mehr so wie
"komm lass uns noch 3 Elemente aufnehmen und die dann in den Computer packen." Die Snare ist wieder an den Snare Drums.
Ich hab mich dieses mal erinnert! In den Neunzigern hatten wir Angst, dass unsere Sachen zu steril werden und dieses
Live Feeling verloren geht. Wir haben versucht, dass mit St. Anger zurückzugewinnen, also haben wir immer diese Momente
aufgenommen, aber letztendlich haben wir diese Momente in den Computer gepackt und es ist auf eine andere Art und Weise künstlich
geworden. Dieses mal nehmen wir mehr auf traditionelle Weise aus, also mal sehen was daraus wird.
Mike Portnoy: Wie war euer Verhältnis zu Cliff, Jason und jetzt Rob? Wo sind die musikalischen Unterschiede zwischen den
Dreien?
Lars Ulrich: Cliff war einzigartig. James, Kirk und Ich haben immer gefühlt, dass Cliff uns meilenweit voraus ist. Er war in
einer Musikschule, er hat klassische Musik studiert. Er war einfach viel talentierter als wir. Es war unglaublich ein
Teil dieser Beziehung zu sein.
Mike Portnoy: Ich glaube, wenn jemand so früh stirbt, fragt man sich immer, was wäre wenn - was wäre, wenn Jimi Hendrix
noch am Leben wäre? Was würde Randy Rhoads tun. Und mit Cliff ist es genauso. Dieses Geheimnis von "was wäre wenn"?
Lars Ulrich: Genau. Er hat in seiner eigenen Welt gelebt. Jason war auch großartig vor allen Dingen in der Hinsicht, dass er
immer unglaublich motiviert und fokussiert war, manchmal vielleicht sogar schon zu stark. Er war immer derjenige der alle
angetrieben hat. Sein Stil war auch eher untraditionell, da eher sich mehr an den Gitarren als an den Drums orientiert hat.
Es gibt Songs wie Enter Sandman oder andere Load und ReLoad Songs wie Ronnie, wo Drums und Bass hervorstechen. Das ging
allerdings auf Bob Rocks Initiative zurück. Rob orientiert sich wieder mehr an den Drums als an James Gitarre und ich glaube
die Sachen an denen wir im Moment arbeiten sind sehr aufregend und es wird die Leute ansprechen. Live hält er alles zusammen.
Rob ist die perfekte Besetzung. Ich glaube nicht, dass Metallica jemals glücklicher und gelassener waren und besser
miteinander harmoniert haben. Damit will ich aber auf keinen Fall das schmälern was Cliff oder Jason in die Band
eingebracht haben.
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JERRY CANTRELL ÜBER JAMES HETFIELD | 21.01.2007
Alice In Chains Gitarrist Jerry Cantrell hat sich gegenüber dem Classic Rock Magazine zu seinen Rock Ikonen geäußert.
"Im May 2006 trafen Sean [Kinney, Drummer von AIC] und ich uns mit James Hetfield und Robert Trujillo wegen dieser Benefiz
Veranstaltung für die "MusiCares MAP" in LA. James fragte ob er nicht bei "Them Bones" oder "Would?" das Mikrophon bedienen
dürfte, wo ich nix gegen hatte, ganz im Gegenteil. Gesagt getan, wir spielten die beiden Stücke und hingen noch Nothing Else
Matters hinten dran. Ich muss schon sagen, ich habe selten so etwas cooles in meinem Leben gemacht."
"Später dann [Anfang Juni], auf der Europa Tour, spielten wir beim Rock Am Ring Festival in Deutschland oder so. James
hatte einen Tag frei, aber er kam trotzdem vorbei und meinte "Let's do it!", wir staunten nicht schlecht - falls du jemals
auf Tour gehen solltest, wüsstest du, wie erholsam solche freien Tage sind. Ich konnte also James ein bisschen besser
kennenlernen. Vorher war ich eher dicke mit Lars Ulrich. Ich hing mit James an den gleichen Orten rum und es hat mir
wirklich unheimlich viel bedeutet "
"Finde ich James Hetfield besser als Kirk Hammett? Als Gitarrist auf jeden Fall. Nichts gegen Kirk, nein was er zu der
Musik von Metallica beiträgt ist auch wichtig. Aber ich bin einer von der Malcom Young School of Rock, welche sich
mehr im Rhytmus- und Songwritingbereich ansetzt. Wenn du irgendjemanden über mich ausfragst wird er dir nicht erzählen,
dass ich für meine virtuosen Gitarrensoli bekannt bin. Bei mir kommts auf Rhytmus, Gefühl und Arrangement an. Ich denke
James ist definitiv auch einer von meiner Sorte.
"Was James zu so einem großartigen Frontmann macht ist seine Bühnenpräsenz. Niemand anders schafft es so viel Respekt und
Aufmerksamkeit zu bekommen ohne egozentrisch oder eingebildet zu sein. Er ist einfach für die Musik geschaffen, und für
ihn ist der Spaß, das Auftreten und die Verbindung mit den Fans alles. Und DAS inspiriert mich sehr. Besonders weil er
das schon so lange macht, er ist schon so lange an der Spitze und hört nicht auf nach einem tieferen Sinn zu suchen. Ich
kanns kaum abwarten zu sehen was er als nächstes tut."
"James Hetfield ist für mich einfach ein gutes Vorbild als Mensch. Den musikalischen Aspekt mal ausgeklammert; einfach wie
er sein Leben meistert und die Entscheidungen die er gemacht hat und manche Dinge die er in seinem Leben einfach gewendet
hat - es ist wirklich eine Inspiration für mich. Und er hat offensichtlich die Musik verändert. Er hat etwas aus dem
Untergrund zu einer Weltweit erfolgreichen Sache gemacht. Metallica ist riesig für mich und für jede Hard Rock- oder
Metalband. Wird er als Rockikone in die Geschichte eingehen? Das ist er schon lange! Er ist der Gott, man."
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