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NEUES AUSM STUDIO + ST. ANGER NACHFOLGER FÜR FEBRUAR ANGEPEILT! | 25.10.2007
Um Metallica ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden. Ganz anders als bei den Aufnahmen zur St. Anger,
sickern dieses mal kaum Infos zum neuen Album durch. Anlässlich der an diesem Wochenende stattfindenden Akustik Show in
San Francisco hat sich Ulrich nun doch mal ein paar Sätze zum neuen Album abquatschen lassen:
Lars über sein neues Leben als Vater:
Meine Kinder haben mein Verhältnis zu mir selbst und zu Anderen total verändert. Man findet
sich erstmal in der Situation wieder, dass man viel mehr an Andere denkt und nicht immer nur an sich selbst.
Darüber, dass er und seine dänische Freundin, Connie Nielsen, in den USA nicht wählen dürfen:
Wir zahlen hier Steuern und haben amerikanische Kinder, also versuchen wir auch in unserer Community aktiv mitzuwirken, um
unseren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Anstatt ständig an das neue Metallica Album zu denken, genießen unsere
Kinder nun Priorität.
Über die Entscheidung mit Rick Rubin am neuen Album zu arbeiten:
Um unseren Verstand und unsere Kreativität zu retten, mussten wir einfach unter anderen Umständen arbeiten. Also haben
wir Abstand von unserer Abwehrhaltung genommen und uns neuen Herausforderungen gestellt, was wirklich sehr belebend für
uns war.
Über die Arbeitstitel der neuen Songs:
19, 10, German Soup, Glass Cow und einen nennen wir Black Squirrel. Alles Namen, die wir mit den Städten in Verbindung
gebracht haben, in denen die Songideen entstanden sind. Glasgow ist zu Glass Cow geworden. Wenn uns nichts cleveres einfällt
nummerieren wir die Songs einfach. Es sind alles völlig bescheuerte Arbeitstitel.
Über die Länge der Songs:
Die meisten Intros sind schon 4 oder 5 Minuten lang. Ich weiß nicht, Metallica und kurze Songs passen einfach nicht so gut
zusammen. St. Anger war irgendwo der Versuch den Hörer zu "erschlagen". Die neuen Songs spiegeln eher unsere Sachen aus
den Achtzigern wieder - es sind lange, epische Reisen durch verschiedene musikalische Landschaften, heavier, aber auch
viel melodischer.
Über das Bridge School Konzert am kommenden Wochenende:
Wenn Neil Young dich anruft ist alles was du sagst "Ja" und "Wann und Wo". Neil hat sein ganzes Leben dafür gewidmet
anderen Menschen zu helfen, also wenn er anruft, stellst du keine Fragen. Alles was du machst ist auftauchen!
Außerdem gab Ulrich noch zu Protokoll, dass er eine Veröffentlichung für Februar 2008 anpeilt.
Aktuelle Bilder aus dem Studio findet ihr hier
Man darf gespannt sein, welche Songs Metallica am Wochenende beim Bridge School Benefit Konzert performen werden. Wir
halten euch auf dem Laufenden.
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LARS ULRICH ÜBER DEMOKRATIE! | 08.10.2007
"Why Democracy?" ist eine Dokumentation die den Film dazu benutzen will um eine globale Diskussion über Demokratie zu
entfachen. Zu diesem Zweck wurden Politiker, Prominente, Intellektuelle und stinknormale Leute interviewt, die ihre
Antworten auf 10 Fragen geben, die ihren Blick auf unsere Welt darstellen.
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ROBERT TRUJILLO ÜBER DAS NEUE ALBUM! | 08.10.2007
Robert Trujillo hat vor einigen Wochen ein recht interessantes Interview für das schwedische Close-Up Magazin gegeben.
Rob gibt dabei einige Einblicke in die derzeit stattfindenden Studioaufnahmen, die richtig hunger aufs neue Album machen.
Das hat der Mann zu sagen:
Wie wird sich das neue Album anhören?
Die Attitüde der neuen Platte ist absolut Old-School. Das hat mit Sicherheit ne Menge damit zu tun, dass wir letztes Jahr
die Master of Puppets live gespielt haben. Eine Sache die Rick Rubin zu Lars und James gesagt hat war: "Wenn ihr neue Songs
kreiert, dann denkt an das was euch bei den Aufnahmen zur Master of Puppets durch den Kopf gegangen ist. Versucht die gleiche
Attitüde an den Tag zu legen!"
Aber wie hört sich das an?
Die Songs werden nicht kurz sein. Du wirst keine 4 Minuten Songs auf diesem Album hören. Es gibt eine Menge verschiedener
Harmonien und Layer. Für uns ist es schwer, das Material objektiv zu bewerten, aber ab und zu besuchen uns Leute von
außen, wie Scott Ian von Anthrax, der den einen Tag vorm Studio auf Kirk gewartet hat. Er hat uns gehört wie wir an einem
neuen Song gearbeitet haben und meinte: "Wow, was für ein Riff!!! Wird das auf dem Album sein?". Er war offensichtlich
begeistert.
Wird das Riff auf dem Album sein?
Das weiß ich garnicht mehr (lacht), ich kann mich an den Riff garnicht mehr erinnern, aber an den Song. Es gibt 14 Songs und
wir werden nicht alle auf das Album packen, also ich weiß es nicht! Es gibt einige Songs die mit Sicherheit auf dem Album vertreten
sein werden. Da sind eine Menge großartiger Riffs mit einem coolen Groove, manchmal auch sehr dynamisch. Ich denke es wird
ein ganz besonderes Album. Wir sind irgendwo immernoch dabei an den Songs zu schreiben. Auf dieser Tour ist James mit einem
unglaublich geilem Riff angekommen, das muss es einfach aufs Album schaffen. Also in der Hinsicht verändern sich die
Songs immernoch ziemlich stark. Ich habe auch noch allerhand Ideen was die Basslines angeht.
Viele Leute wollen wissen, ob es alte glorreiche Thrash Metal Momente auf dem Album geben wird?
Ja! Es gibt allerhand verschiedene musikalische Einflüsse, einer davon ist Thrash. Die dynamischen Elemente die Metallica
in den Achtzigern verwendet haben, werden auch ein Faktor sein, den du auf diesem Album hören kannst. Da gibt es auch etwas,
das ich als neue "Heaviness" bezeichnen möchte. Das Material ist wirklich heavy, sogar in den groovigeren Abschnitten und
es gibt auch wirklich starke Melodien. Die Lyrics sind ebenfalls ziemlich cool. Ich war bei den Aufnahmen zur St. Anger
nicht dabei, doch damals haben alle an den Lyrics geschrieben, diesmal kommt alles zu 100% von James. Es sind also mehr
seine Songs, als beim letzten mal... was eine gute Sache ist.
Wie ist die Philosophie in der Band nachdem Bob Rock ausgestiegen ist? Was hat sich geändert?
Rick hat folgendes gesagt: "James, warum hatte deine Stimme früher eine größere Spannweite. Kannst du das immernoch? Kannst
du diesen Song immernoch auf diese Art und Weise singen? Ich glaube das ist fantastisch und ich weiß, dass eine Menge Leute
überrascht sein werden, wenn sie James hören. Wenn Songs eine Oktave tiefer gesungen werden, ist es einfacher für James.
Die Stimme ist dann weniger agressiv und bluesiger. Es ist gut für James diese Vorschläge zu bekommen. Es treibt ihn aus
seiner "comfort-zone" in der er sich die letzten Jahre befunden hat. Das gibt ihm eine Herausforderung.
Viele Fans glauben, dass James Stimme mittlerweile nicht mehr stark genug ist... dass sie nicht annähernd so gut ist wie
früher. Diskutiert ihr sowas in der Band?
Ja und es gibt viele Gründe dafür, dass James Stimme sich verändert hat. Die Stimme verändert sich mit dem Alter und James
Stimme ist natürlich nicht mehr wie früher, das hat aber auch etwas mit der Lebenseinstellung zu tun. Wenn man jung ist,
schreit man mehr und hat diese gewisse Attitüde. Diese Attitüde ist durchaus in den neuen Songs stärker zu spüren. Das sind
Dinge an denen Rick Rubin uns hat arbeiten lassen. Eine andere Sache, die die Leute oft nicht verstehen ist das Tuning.
Die Stimme hat eine gewisse Spannbreite und James nutzt diese nun wieder viel stärker aus. Ich und die anderen in der Band
glauben, dass das mehr zu diesem "old-school"-Vibe führt. Der Gesang hat eine bedeutende Rolle für unsere Musik. Heutzutage
stimmen viele Bands ihre Instrumente auf D, so wie Korn z.B., oder sie stimmen die E-Saite auf A. Die "alten" Metallica
hatten nie viel damit zu tun, es war eher ein Standardtuning.
Invisible Kid auf St. Anger war stark runtergestimmt!
Das stimmt. Rick ist kein großer Freund davon. Ich habe kein Problem damit, Slayer haben viele runtergestimmte Songs und
klingen immernoch brutal.
Wie war es für dich Metallica beizutreten? Wenn das neue Album einschlägt, heißt es "Trujillo und Rubin haben Metallica
gerettet", was das Geheule von wegen "Bob Rock hat Metallica ruiniert" ersetzt!
Ich glaube es gab niemals einen besseren Zeitpunkt um in dieser Band zu sein. Ich glaube vor 10, 15 Jahren wäre es schwierig
mit Lars und James geworden. Die Attitüde der Band ist ziemlich gesund, wenn ich Vorschläge mache, hört man mir zu.
Z.B. als ich vorgeschlagen habe, Dyers Eve live zu spielen... Was auch cool war, ist das die Band damit angefangen hat, alte
Sachen zu spielen, als ich beigetreten bin. Das hat mit den Filmore Gigs angefangen. Wir haben Dyers Eve diesen Sommer
nicht gespielt, aber wir haben schon eine Menge Songs für die nächste Tour ausgewählt, die mit Sicherheit überraschen
werden.
Bei dem Live Earth Gig habt ihr zusammen mit Spinal Tap gespielt und du hast ein Bass Solo gezockt, dass James ziemlich
angetan hat. Können wir darauf zählen, dass du die Band kennzeichnen wirst, wie es Cliff einst mit Orion, Anasthesia und
For Whom The Bell Tolls oder Jason mit My Friend of Misery getan haben?
Ich weiß es nicht... Infectious Groove war ein sehr cooles Experiment, welches sehr Basslastig war. Es wird mit Sicherheit
derartige Momente geben, aber die Musik ist immernoch in der Entstehung, also nichts ist sicher. Wenn wir spielen, kommen
wir ständig mit neuen Ideen. Lars kommt oft mit frischen Beats, die die Attitüde eines Songs komplett verändern. Wir wissen
noch nicht wie es wird.
Vor einigen Monaten hast du gesagt, dass Kirk ständig gefehlt hat wegen seinem Sohn. Wie hat das die Dynamik der
Arbeit verändert? Du hast auch über die Arbeitseinstellung von James und Lars geredet!
Jeder der das innere der Band gesehen hat, wird dir jetzt genau das gleiche erzählen wie ich: Du kannst einen Trujillo Groove
nehmen, eine Jason Newsted Bassline oder ein Riff von Kirk Hammett und ich kann dir versichern Kirk steuert einige
der Weltbesten Riffs zu dieser Platte bei, aber letztendlich kommt alles zurück auf Lars und James. Zu beobachten wie die
Beiden arbeiten, brainstormen, immer wieder... das kreiert eine ganz spezielle Energie. Es ist wirklich inspirierend zu
sehen, wie die Beiden arbeiten, wie sie jedes kleinste Detail analysieren... Lars ist wirklich großartig darin Songs zu
arrangieren. Vor kurzem hat mich ein Freund gefragt, was Lars eigentlich die ganze Zeit macht außer Leuten eine Frigadelle
ans Ohr zu labern (lacht)...
Was steuert Lars denn im speziellen bei?
Wir haben alle Riffs, die wir präsentieren! Was James angeht... der Mann hat einen derartig starken rechten Arm und spielt
alles mit einer unglaubliche Attitüde und einem Selbstvertrauen, was ein gutes Riff zu einem großartigen Riff macht. James
ist einer von diesen Musikern, die etwas auf eine neue Ebene bringen können ohne dabei viel zu investieren. Lars Stärke ist
die, dass er viel ausprobiert. Er ist niemand der sich mit einem Standarddrumkit zufrieden gibt. Er treibt sich selbst dazu
an, etwas neues zu kreieren. Es kann manchmal 3 Stunden dauern bis er sein Kit eingestellt hat. Er pusht sich stärker als andere
Schlagzeuger. Auch James spielt Schlagzeug, also hat er ein gutes Ohr, wenn es um Beats geht. Das macht es ihnen möglich
Ideen von der Sicht des Schlagzeugers aus zu betrachten. Lars bringt das progressive Element in die Band: "Lasst uns
den Beat von hier an nehmen und das schneller und das heavier machen", sowas macht er gerne.
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